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Bessere Aluminium-Profilkörper mit Creo

von Geoff Hedges

Aluminium-Profilkörper werden in allen möglichen Strukturen verbaut. Aluminium ist leicht, fest und nicht korrosiv. Außerdem fühlt es sich angenehm an. Und das Beste: Profilkörper sind günstiger und einfacher in der Herstellung als beispielsweise Gussteile.

Ingenieure setzen Aluminium-Profilkörper für Straßenschilder und Lampenpfosten ein, und seit einiger Zeit auch für Parkhäuser und Fußgängerbrücken. Im Innenbereich finden Sie sie in Gebäuden in Aluminiumbauweise, Maschinen und Lagerhallen. Besuchen Sie die Website des Aluminum Extrusion Council (AEC). Dort können Sie die leichten Metallstrukturen sogar als eindrucksvolle moderne architektonische Elemente erleben.

Bescheidene Anfänge
Jeder Aluminium-Profilkörper beginnt als Profil – das zweidimensionale Herzstück des Produkts. Definitionsgemäß ist ein Profilkörper nichts anderes als Material, das durch ein Gesenk gepresst wird. Dieses wiederum wird aus einer 2D-Form erzeugt.

Im Gegensatz zu anderen 3D-Modellen müssen hier alle Merkmale, die der Profilkörperentwurf aufweisen soll, bereits im Profil berücksichtigt werden. Das mag wie eine Einschränkung wirken, doch Ingenieure haben bereits fantastische, innovative Ideen für Profilkörper realisiert.

Beispielsweise kann in eine gut platzierte Nut ein Gummiprofil eingesetzt oder an eine Insel ein Bein angeschraubt werden. Auch das Verbinden von Systemen und Verbindungselementen beginnt ebenfalls schon mit dem Profil.

„Der Vielfalt der möglichen Formen von Aluminium-Profilkörpern sind nahezu keine Grenzen gesetzt“, schreibt der AEC. „Dank der konstruktiven Flexibilität können Profilkörper mit umfangreichen Funktionalitäten ausgestattet werden, die die Leistung verbessern, sekundäre Vorgänge einsparen und den anschließenden Zusammenbau beschleunigen.“

Alváris: Erfolg mit Profil
Das österreichische Unternehmen Alváris hat sich von Anfang an auf die Entwicklung dieser Profile sowie der Verbindungselemente spezialisiert, mit denen die Strukturen miteinander verbunden werden.

 

Im Laufe der Zeit und mit zunehmender Erfahrung begann Alváris, seine Produkte zu standardisieren. Das Unternehmen erkannte, dass in der Industrie nicht nur leichte, strukturmechanische Produkte gefragt waren, sondern dass diese vor allem schnell benötigt wurden. Durch den Aufbau einer Bibliothek mit durchdachten Profilen kann das Unternehmen schnell auf nahezu jeden Kundenwunsch reagieren: Maschinengestelle, Schutzzäune, Prüfstände, Fördertechnik – fast alles.

Was noch besser war: Alváris konnte seine Produkte dadurch modularisieren und den Zusammenbau erleichtern. Und sie konnten ihre Produkte so bauen, dass die Strukturen nachträglich geändert werden konnten. Beispielsweise konnten die Gerüste von Förderbändern bei geänderten Produktionsprozessen jederzeit umgebaut, Lagerflächen kostengünstig erweitert werden usw.

Das Unternehmen wuchs und wuchs. Alváris steigt nun in die Steuer- und Antriebstechnik, Hydraulik und Pneumatik ein. Es hat Fertigungsstätten und Niederlassungen in Deutschland, Italien, der Schweiz, der Tschechischen Republik und Spanien eröffnet.

Die Umstellung vom Profilspezialisten zum Systemanbieter hat sich gelohnt und die Auftragsbücher sind bestens gefüllt. Der Umsatz hat fast 10 Millionen Euro im Jahr erreicht und das Unternehmen rechnet demnächst mit einer Verdreifachung.

„Wir konnten nicht mehr warten“
Das Wachstum war für das Unternehmen allerdings nicht ganz unproblematisch. Alváris traf auf ein Hindernis: Das CAD-System war der gestiegenen Auftragslage nicht gewachsen.

„Aufgrund unseres schnellen Wachstums hatten wir spezifische Bedürfnisse“, erklärt Michael Domes, Leitung Technik und EDV der Alváris Profile Systems GmbH. „Wir konnten nicht monatelang warten, bis neu eingestellte Konstrukteure produktiv arbeiten. Das muss ohne viel Zeitaufwand für die Einpflege von Profildaten in neue Produkte geschehen.“

Alváris benötigte ein Tool, das die speziellen Anforderungen in der Profilkonstruktion optimal unterstützt und die nötige Leistungsfähigkeit für zukünftige Erweiterungen bereits mitbringt. Dieses Tool war Creo mit der Creo Advanced Framework Extension (AFX).

Die Ingenieure von Alváris können Gerüste nun in ihrem CAD-System Creo skizzieren. Mithilfe von Creo AFX wählen sie anschließend ein Profil aus einer intelligenten Komponentenbibliothek aus und legen es auf dem Gerüst ab. Das System bietet außerdem komfortable Spezialfunktionen für Verbindungskomponenten und Zubehörteile wie Endkappen. Die Konstruktion geht damit schnell und die Teile werden sehr präzise.

Ein Kundenprojekt waren Transportwägen

 

Creo AFX erzeugt anschließend automatisch eine umfassende Dokumentation mit Stücklisten und Balken-/Montagezeichnungen.


Creo AFX kann die Konstruktion von Profilen mit konstantem Querschnitt erheblich beschleunigen. Und genau das brauchte Alváris.

„Die PTC Lösung für die Profilkonstruktion war ein Hauptgrund für den Wechsel zu Creo“, erklärt Konstruktionsleiter Stefan Ruef. Die wichtigen Profile für unsere Arbeit sind in der umfassenden Bibliothek vorhanden, das Handling ist super einfach. Neue Mitarbeiter sind schnell eingearbeitet, da die Bedienoberfläche sehr übersichtlich ist. Mit Creo sind wir in der Entwicklung deutlich schneller geworden.“

Alváris arbeitete mit INNEO zusammen, einem PTC Platinum Vertriebspartner, der genau die richtige CAD-Lösung für das wachsende Unternehmen zusammenstellte. Durch Vor-Ort-Schulungen sorgte INNEO außerdem für ein erfolgreiches Rollout der neuen Software.

 

 




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