SPP Pumps Ltd. installiert Creo und Windchill für mehr Geschäftserfolg in der Öl- und Gasbranche

Virtuelle Prototypen und interkontinentale Zusammenarbeit treiben die Entwicklung wichtiger Pumpen bei SPP voran

LSIS

Virtuelle Prototypen und interkontinentale Zusammenarbeit treiben die Entwicklung wichtiger Pumpen bei SPP voran

SPP Pumps mit Sitz im englischen Coleford entwickelt und produziert bereits seit weit über 100 Jahren Pumpen und verwandte Ausrüstung. Das Unternehmen beliefert die Öl- und Gasindustrie seit 1970. Damals wurde mithilfe der auf einer Plattform vor Argyll installierten Pumpen von SPP das erste Öl aus der Nordsee an Land befördert. Seitdem hat die Erfahrung von SPP in der Nordsee das Unternehmen in die Lage versetzt, Ausrüstung für die härtesten Umgebungsbedingungen weltweit bereitzustellen.


Die Herausforderung: Konstruktion erstklassiger Pumpen und Bereitstellung umfassender Dokumentation für die Öl- und Gasindustrie

Pumpen sind relativ einfache Maschinen. Einige der Pumpenkonstruktionen von SPP sind bereits 60 Jahre alt. Doch anstatt moderne 3D-CAD-Tools für die Pumpenkonstruktion und dazugehörige Dokumentation zu verwenden, erstellte SPP sämtliche Entwürfe in 2D und verfolgte deren umfassende Dokumentation (die von den Versicherungsunternehmen seiner Kunden angefordert wurde) manuell mithilfe von Excel®-Tabellen. Das Unternehmen war sich der Tatsache bewusst, dass die Zeit für den Einsatz fortschrittlicher Technologie für die Konstruktion und Dokumentation gekommen war. 

Die Lösung: Wechsel zur 3D-Konstruktion mit Creo; Verwaltung von Dokumenten und Verträgen mit Windchill ProjectLink

Als ein neuer Leiter der technischen Entwicklung zum Unternehmen stieß und gebeten wurde, die derzeit für die Produktentwicklung eingesetzten Tools zu bewerten, begann sich die Technologie bei SPP Pumps schnell zu verändern. Sowohl Creo – die 3D-Produktentwicklungssoftware – als auch Windchill ProjectLink – eine umfassende Lösung für Projektmanagement und Zusammenarbeit – wurden installiert. Dank dieser neuen Tools konnte die Konstruktion nun in 3D erfolgen, und alle zugehörigen Dokumente und Vertragsinformationen konnten elektronisch verwaltet werden, um den Kundenanforderungen gerecht zu werden.

Das Ergebnis: Geringere Lebenszykluskosten und eine verbesserte Umsatzkurve

SPP Pumps geht davon aus, dass es mit Creo seine Kosten für technische Entwicklung und Produktion im Öl- und Gasbereich senken kann. Darüber hinaus rechnet SPP aufgrund der Effizienz von Windchill ProjectLink damit, dass sich der Umsatz verbessern wird, da eine zeitnahe und genaue Bereitstellung von Dokumentation zu finanziellen Einsparungen führt. Wenn der Bereich Oil & Gas bei SPP diese Erfolge verbuchen kann, ist es wahrscheinlich, dass die Tools von PTC auch in anderen Abteilungen des Unternehmens Einzug halten.


Über das Unternehmen

SPP Pumps ist weltweit führend bei der Konstruktion und Fertigung von Pumpenausrüstung für Öl- und Gasanwendungen sowohl onshore als auch offshore. Das Unternehmen beliefert viele wichtige internationale Ölunternehmen in zahlreichen Ländern weltweit.

Im Jahr 2008 wurde SPP in seiner Branche mit dem Manufacturer of the Year Award ausgezeichnet. Im Fertigungswerk in Coleford konnte es den Umsatz pro Mitarbeiter um 50 % erhöhen, die Lagerbestände um 10 % verringern und die Gewährleistungskosten als prozentualen Umsatzanteil um 20 % senken. Wie kommt es bei einem Unternehmen, das bereits seit 100 Jahren hochwertige Produkte herstellt, zu einem solchen Vorstoß?

Als mittelständisches Unternehmen erkannte SPP Pumps, dass die Implementierung eines fortschrittlichen Produktentwicklungssystem bei der Erstellung von Pumpen, sowohl in Bezug auf die Konstruktion als auch bei der Dokumentation und anschließenden Lieferung der benötigten Informationen an die Kunden von SPP, hilfreich sein könnte.


Wann ist eine Pumpe mehr als nur eine Pumpe?

Richard Parker, Leiter der technischen Entwicklung bei SPP für die Abteilungen Oil & Gas und Waste & Water, kam 2006 zum Unternehmen. Richard, der bereits über Erfahrung mit der 3D-Konstruktion verfügte, erkannte die Chance, ein technologisch ausgereiftes Produktentwicklungssystem bei SPP einzuführen, das die Lebenszykluskosten senken würde.

"Eine Pumpe ist ein wirklich einfaches Objekt", erklärt Richard. "Doch in der Öl- und Gasindustrie verwenden wir sehr exotische Materialien, damit die Ausrüstung Meerwasser und anderen extremen Umweltbedingungen standhalten kann. Es kommen Materialien wie Superduplex-Edelstahl, Titan, Bronze und Aluminiumbronze zum Einsatz. Daher können die Kosten für eine typische Pumpenwelle schnell 10.000 US-Dollar betragen."

Darüber hinaus steht hinter jeder Pumpen von SPP ein erstklassiger Service mit ausführlicher Dokumentation und Materialtests. Diese umfassende Dokumentation wird aus versicherungstechnischen Gründen von der Öl- und Gasindustrie gefordert und kann grundlegende Spannungsberechnungen, Angaben zur Verfolgbarkeit von Materialien, Daten zur zerstörungsfreien Prüfung, Testpläne und andere Dokumente beinhalten. Daher sind die Pumpen von SPP äußerst kundenorientierte Produkte, die gemeinsam mit der zugehörigen Dokumentation dem Premium-Preissegment angehören.

"Die Öl- und Gasindustrie ist stark durch Versicherungen und Inspektionen geprägt", erläutert Richard. "Im heutigen Geschäftsumfeld, wo die Just-in-Time-Produktion dazu führt, dass nur wenige Tage zwischen Fertigungsbeginn und Pumpeninspektion liegen, kann jedes Problem verheerende Auswirkungen haben. Mir war klar, dass SPP enorm davon profitieren würde, mithilfe eines 3D-Konstruktionspakets eine virtuelle Montage durchführen zu können."


Der Wechsel zu 3D mit Creo

Richard befasste sich mit dem Übergang zur 3D-Konstruktion. Die indische Muttergesellschaft von SPP verwendete bereits Creo und empfahl Richard diese Lösung. SPP arbeitete mit dem britischen Zwischenhändler Optima zusammen, um nicht nur Creo, sondern auch Windchill ProjectLink und Windchill PDMLink für Projektmanagement, Datenmanagement und Zusammenarbeit zu implementieren.

Als Vorkämpfer des Unternehmens für den Einsatz von PTC Lösungen hat Richard mit verschiedenen Gruppen innerhalb von SPP zusammengearbeitet, um sie zu schulen und ihnen die Vorteile des Produktentwicklungssystems zu verdeutlichen. Er vertritt die Auffassung, dass wichtige Business-Initiativen, wie etwa die Verbesserung der Zusammenarbeit und der verstärkte Einsatz von virtuellen Prototypen, mit den Tools von PTC erreicht werden können.

Durch die Implementierung von Creo und den 3D-Konstruktionsfunktionen konnte SPP seine Kosten für technische Entwicklung und Fertigung senken.

Windchill ProjectLink ermöglicht das Management des gesamten Prozesses

Gleichzeitig hat Windchill dem Unternehmen die Möglichkeit eröffnet, die Umsatzkurve positiv zu beeinflussen. Der erhöhte Umsatz wird durch die Einhaltung knapper Zeitvorgaben bei der Bereitstellung genauer Dokumentation erreicht.

"In der Öl- und Gasindustrie müssen wir sehr viele Dokumentationsanforderungen einhalten", betont Richard. "Alles, was wir produzieren, ist starken Regulierungen unterworfen. Wenn wir also eine Pumpe liefern, müssen wir darüber hinaus Tonnen an Papieren mit der gesamten Dokumentation aller einzelnen Komponenten dieses Teils bereitstellen. Unsere Kunden kaufen nicht einfach ein Produkt; sie kaufen außerdem die dazugehörige Dokumentation. Und das zu verwalten, war bislang ein wahrer Albtraum."

Zuvor hatte SPP Pumps versucht, den Dokumentationsprozess mithilfe von Excel-Dokumenten, technischen Zeichnungen, Word®-Dokumenten und PDF-Dateien zu bewältigen, die allesamt per E-Mail im Unternehmen versendet und in manuellen Excel-Tabellen dokumentiert wurden. Doch leider führte dieser Prozess manchmal zu fehlenden Teilen bei der Dokumentation und damit zu Umsatzeinbußen. Richard erinnert sich: "Als ich mich mit Windchill und seinen Funktionen für die Lebenszyklus-Dokumentverwaltung beschäftigte, erkannte ich, dass wir damit nicht nur unsere Konstruktionsarbeit verwalten, sondern den gesamten Prozess der Handhabung unserer Öl- und Gasverträge überwachen könnten."Dank dieses effizienten Einsatzes der Funktionen von Windchill ProjectLink war SPP in der Lage, seine Geschäftsergebnisse zu verbessern.


Zusammenarbeit zwischen Großbritannien und Indien

SPP arbeitet eng mit einem technischen Zentrum in Indien zusammen. Vor der Implementierung des PTC Produktentwicklungssystems mussten die Ingenieure in England Unmengen an Dokumenten vorbereiten und große Dateien per E-Mail versenden, die es manchmal gar nicht durch die Firewall zu den Kollegen in Indien schafften.

Dank der neuen Technologie können nun alle Mitarbeiter problemlos auf eine zentrale Datenbank zugreifen. Die englische Niederlassung von SPP kann nun besser mit dem technischen Zentrum und mit den Satellitenfirmen in Indien, Dubai, den USA und Südafrika zusammenarbeiten, wodurch sich weitere Chancen zur Senkung der Lebenszykluskosten eröffnen. Richard erklärt: "Die Zusammenarbeit mit Offshore-Unternehmen hat sich dadurch enorm vereinfacht."

Er betont: "Es gibt den Vorteil der gleichzeitigen Konstruktion, wobei eine Person in einem Team an einem Teil in der Baugruppe arbeitet und eine beliebige andere Person dann daran weiterarbeiten kann. Jeder wird automatisch über Aktualisierungen informiert. Die Technologie hat es mir ermöglicht, die Erfahrung unserer Mitarbeiter weltweit zu nutzen. Dadurch, dass ich unsere indischen Kollegen ins Team holen konnte, war ich in der Lage, Projekte auf den Weg zu bringen und das Versprochene auch zu liefern. Ohne sie wäre das schwierig gewesen."


Ausblick

Aufgrund des erfolgreichen Einsatzes des PTC Produktentwicklungssystems in seiner Abteilung für Öl und Gas plant SPP Pumps nun auch die Einführung von PTC Lösungen in anderen Abteilungen des Unternehmens.

"Als ich die Möglichkeiten von Windchill sah, wusste ich sofort, dass sich die Vorteile nicht auf die Konstruktionsabteilung und die Verwaltung unserer Konstruktionsdaten beschränken würden", erläutert Richard. "Ich glaube, inzwischen beginnt die gesamte Organisation, den Wert von Windchill zu schätzen."

Richard fügt hinzu: "Diese Tools haben es uns ermöglicht, mit einem echten Boom in der Öl- und Gasbranche Schritt zu halten. Ich glaube nicht, dass unsere kleine Ingenieursgruppe mit nur etwa 12 Mitarbeitern diese Arbeit ohne die Produktentwicklungssysteme von PTC geschafft hätte."